01/2026

Einer, der bleibt.

Rentner Andreas Winkler arbeitet weiter

Auch im Rentenalter noch gerne hinterm Steuer „seines" Gerüst-Lkw: Kolonnenführer Andreas Winkler
Auch im Rentenalter noch gerne hinterm Steuer „seines" Gerüst-Lkw: Kolonnenführer Andreas Winkler

Eigentlich hätte Andreas Winkler am 1. Dezember 2025 in den Ruhestand gehen können. Doch für den Gerüstbau-Kolonnenführer kommt Nichtstun nicht infrage. Statt Abschied heißt es für ihn: weiter anpacken …

Dass Andreas Winkler vor über 16 Jahren zu Condor gekommen ist, war Zufall. Sein Arbeitgeber in Greven musste den Betrieb schließen und Winkler eine neue Anstellung suchen. Also fuhr er rum – und landete beim damaligen Bereichsleiter Peter Engelhardt am Tisch. Auf das spontane Gespräch folgte im Oktober 2009 die Anstellung.

Ursprünglich hat der 63-Jährige Kfz-Mechaniker gelernt. Seine Lehre begann er in seiner Heimat Schlesien bereits mit 15 Jahren. Da ihm die damalige politische Lage dort nicht gefiel, kam er 1989 nach Deutschland. Hier waren seine Eltern geboren, so dass er schnell seinen deutschen Pass erhielt. Aufgrund der fehlenden fachspezifischen Sprachkenntnisse konnte er jedoch nicht als Mechaniker arbeiten.

Kein Problem für Andreas – er hat schon immer positiv in die Zukunft geblickt, ganz nach dem Motto „Es wird sich schon etwas ergeben“. Und das war dann auch so. Körperliche Arbeit mochte er immer schon gern und so kam er über Jobs als Industrieanstreicher und Lagerarbeiter schließlich zum Gerüstbau. Über 16 Jahre arbeitete er bei einem Gerüstbaubetrieb in Greven, bis er 2009 zu Condor kam. Schnell hat er sich vom Helfer zum Gerüstbauer und schließlich Kolonnenführer hochgearbeitet.

Was ihn bis heute motiviert: Die Verantwortung, die Freiheit bei der Arbeit und das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird. Zudem war der Verdienst von Anfang an besser als bei seinem alten Arbeitgeber. Wie er es schafft, auch mit über 63 noch Spaß an körperlich anspruchsvoller Arbeit zu haben?

Meinen jungen Kollegen gebe ich immer mit, dass es wichtig ist, sich selbst zu schützen.

„Ganz nach dem Motto ,Was warm ist, biegt sich gut‘ habe ich immer auf meinen Rücken geachtet und bei Bedarf einen Nieren- oder Stützgurt getragen. Solange ich kann, möchte ich noch weiterarbeiten und mein Wissen an die jungen Kollegen weitergeben."

Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung, denn Kollegen wie Andreas Winkler stehen für Erfahrung, Verlässlichkeit und echte Leidenschaft fürs Handwerk.

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